Ausrüstungs-Tipps zum Radfahren im Winter & bei Regen

Friday, January 29, 2016 / By: Chef / 0 Comments
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Richtig geschützt dem Wetter trotzen – Ausrüstungs-Tipps zum Radfahren im Winter & bei Regen

Viele Radler steigen im Winter oder wenn es regnet nicht aufs Fahrrad. Gehörst du auch dazu? Zu kalt, zu nass, schlammige Wege – Ausreden gibt es ja genug. Klar, wahrscheinlich fährt jeder am liebsten bei 20°C, Sonne und wenn etwas Rückenwind von hinten anschiebt. Aber: Ungünstige Wetterbedingungen sind absolut kein Grund, das Rad stehen zu lassen, denn gegen Kälte, Nässe, Eis und Schnee können sich Radfahrer mit der richtigen Ausrüstung wappnen.
Wer sich trotzdem in den Sattel schwingt, der wird mit klarer Luft, verträumt stillen Wegen, einem gestärkten Immunsystem und strammen Schenkeln belohnt. Neben der richtigen Einstellung hilft die optimale Ausrüstung dabei, dass auch eine Regen oder Winterfahrt zum Vergnügen werden kann. Hier findest du Produkttipps, mit denen Biker jedes Wetter meistern.

Nicht das Wetter ist wichtig, sondern die Kleidung

Wenn es nach den Outdoorherstellern geht, ist schon mal eines sicher: es gibt kein schlechtes Wetter,
sondern nur die falschen Klamotten. Mit modernsten Materialien wird es Outdooraktiven heute sehr
einfach gemacht, sich gegen Nässe, Wind und Kälte zur Wehr zu setzen.
Wer bei niedrigen Temperaturen, unbeständigen Wetterbedingungen und wechselnden körperlichen
Anstrengungen mit dem Rad unterwegs ist, setzt bei der Kleidung am besten auf eine Kombination
mehrerer Bekleidungsschichten.
Mit dem sogenannten Zwiebel-Prinzip lassen sich Feuchtigkeitstransport und Körpertemperatur Schicht
für Schicht regulieren. Dabei werden mindestens drei Schichten Kleidung übereinander getragen, wobei
je nach Außentemperatur und aktueller Witterungslage einfach eine Schicht hinzugefügt oder entfernt
werden kann. Die Ausrüster Craft aus Schweden, Rapha aus Großbritannien und Vaude aus Deutschland
bieten hervorragende Radsportbekleidung für jedes Wetter.

Zur Basisausstattung bei unbeständigem Wetter gehört auf jeden Fall eine Wasser bzw. windfeste
Funktionsjacke und Hose. Mittlere Schichten sollten temperaturregulierend wirken, atmungsaktiv sein und
dem Wärmerückhalt dienen, d.h. verhindern, dass der Körper auskühlt. Gut geeignet sind hier Trikots aus
leichter, dehnbarer Kunstfaser, z.B. das das Pro Warm Trikot von Vaude oder das aus reiner Merinowolle
hergestellte Long Sleeve Alpine Jersey von Vulpine.
Auf der Haut empfiehlt sich Funktionsunterwäsche, die den Körper in jeder Phase trocken und warm hält.
Wichtigste Aufgabe von Funktionsunterwäsche darin besteht, Feuchtigkeit möglichst schnell an das darüber
liegende Kleidungsstück abzugeben. Wer schon mal mit Unterhemden aus Baumwolle gefahren ist kennt
das Problem: Baumwollhemden saugen sich mit Schweiß voll und kleben am Körper. Das ist sehr
unangenehm beim Fahren  und bei Pausen kühlt der Körper schnell aus. Gegenwärtig wird die meiste
Funktionswäsche aus Chemiefasern gefertigt,  aber wer das nicht auf der Haut tragen möchte kann auch
hier auf die kratzfreie Merinowolle setzen. Der Radbekleidungshersteller Rapha fertigt seine Baselayer
aufgrund der hervorragenden Eigenschaften der Merinowolle fast nur noch aus diesem Naturmaterial.
Merinowolle ist hochgradig feuchtigkeitsabsorbierend, atmungsaktiv, geruchsresistent und sehr weich auf
der Haut. Das Naturprodukt schützt vor Kälte und kühlt sogar in der Hitze. Ein geniales Material für
Outdooraktivitäten. Wen es interessiert: hier geht’ s zu den Baselayern von Rapha.

Natürlich gibt es noch erheblich mehr Möglichkeiten sich vor Nässe und Kälte zu schützen.
Handschuhe zum Beispiel. Ein guter Allround-Handschuh muss gut isolieren und die Hände trocken und warm halten. Besonderen Schutz vor Nässe bieten imprägnierte Modelle oder solche aus Neoprenmaterial. Bist du bei eiskalten Temperaturen unterwegs, kannst du dir auch Lobster-Handschuhe zulegen, die statt fünf nur drei Fingerkammern haben. Lobster sind zweigeteilte Fäustlinge, die Zeige- und Mittelfinger sowie Ring- und kleinen Finger gemeinsam verpacken.
Um gegen kalte und nasse Füße beim Radfahren anzukämpfen, greifen Profi-Radler gerne auf Überschuhe zurück. Moderne Radschuhe sind normalerweise belüftet, damit die Füße nicht überhitzen. Das ist im Sommer ideal, im Winter führt das aber schnell zu Eiszapfen an den Zehen. Um Nässe und Kälte zu verhindern gibt es Übersocken, bzw. Überschuhe. Diese bewahren deine Füße vor Nässe und Erfrieren, die Schuhe bleiben trocken, die Füße warm. Nicht zuletzt unterstützen dich auch Armlinge und Beinlinge dabei, dass eine Tour trotz widriger Bedingungen zu einem tollen Erlebnis wird.

Das Long Sleeve Alpine Jersey von Vulpine aus reiner Merinowolle für kalte Tage.

Baselayer von Rapha aus kratzfreier, atmungsaktiver Merinowolle. Baselayer haben eine zentrale Aufgabe: Feuchtigkeitstransport von der Haut weg und Regulierung der Körpertemperatur – bei jedem Wetter.

Neben der Bekleidung sorgt auch das Zubehör für Schutz und Komfort

Schutzbleche und Mudguards

Die meisten Biker verzichten ja gerne aus ästhetischen Gründen auf die Schmutzfänger und lassen sich stattdessen lieber einsauen. Aber eigentlich sind sie ziemlich praktisch, schützen sie doch Oberkörper, Gesicht und Hintern vor Schlamm, Dreck und Spritzwasser. Zudem lassen Sie sich schnell montieren und abmontieren.
Damit die Schutzbleche nicht nur das allernötigste abhalten, sondern auch richtig schützen, ist die Länge maßgebend. Das hintere Schutzblech sollte daher mindestens bis zur Höhe der Hinterradachse reichen, damit der Hintern auch eine Chance hat, trocken zu bleiben.
Achte bei der Montage außerdem auf den Abstand von Reifen zu Schutzblech. Wer auf verschneiten oder matschigen Wegen fährt, sollte mehr Platz lassen, damit sich Schnee und Matsch nicht darunter sammeln kann.
Günstige Schutzbleche bekommst du z. B. bei Zéfal.

Was den nassen Hintern angeht kannst du auch eine Jacke mit verlängertem Hinterteil nehmen, die fängt alles Wasser ab, auch ohne Schutzbleche.

Smartphone Fahrradhalterung/ Schutzhülle

Das Smartphone darf heute nirgendwo mehr fehlen, auch nicht beim Radfahren. Wer sein Smartphone auch bei Regen, Schnee und Eis immer schön im Blickfeld haben möchte oder als Rad-Navigationssystem verwenden will, dem empfehlen wir, sich eine wasserdichte Schutzhülle zuzulegen, zu der es auch eine passende Lenkerhalterung als Zubehör gibt. Eine wasserdichte Schutzhülle ist aus unserer Sicht unerlässlich, weil ja Nässe nicht immer nur in Form von Regen daherkommt. Es reichen auch schon Nebel, Schneematsch oder nasse Straßen, um Rad, Kleidung und alles, was am Rad festgemacht ist, mit Feuchtigkeit einzudecken, so dass innerhalb kurzer Zeit alles eingenässt ist. Gerade aber Elektronik muss unbedingt vor Feuchtigkeit geschützt werden. Es gibt aus diesem Grund mittlerweile zahlreiche Hersteller, die tolle Lösungen fürs Fahrrad anbieten.

Eine sehr ästhetische Lösung kommt von Quadlock, bedauerlicherweise ist diese nicht uneingeschränkt wasserdicht. Das Quadlocksystem besteht aus einem eleganten flachen Case, das mittels Klickmechanismus an der Lenkerhalterung befestigt wird. Als Schutz vor Nässe stülpt man eine Hülle (Poncho) von oben über das Smartphone. Leider lassen sich dann Touchscreen und Buttons nicht mehr so gut bedienen. Zudem ist mit dem Regenschutz das Andocken eines Zusatzakkus oder Kopfhörers nicht mehr möglich. Wir können das Quadlock System daher unter dem Aspekt „Einsatz bei Wind & Wetter“ nur eingeschränkt empfehlen, bei Schönwettertouren wäre es aber unsere erste Wahl. Sehr gute wasserdichte Schutzhüllen mit Fahrradhalterung gibt es dagegen von Lifeproof, Tigra oder Wicked Chili.

Diese Hersteller bieten Modelle an, die so konzipiert wurden, dass sich das Smartphone jederzeit aufladen lässt – auch bei schlechten Wetterbedingungen wie Regen. Die Ladebuchse des Smartphones sitzt tief genug in der Schutzhülle, das Ladekabel kann dann sogar bei Regen angedockt werden. Eine Anbindung an ein Akkupack ist deshalb auch bei ungünstigen Wetterbedingungen jederzeit möglich.

Tolle Lösung von Quadlock, vor allem für Fahrten bei Schönwetter ideal. Der Regenüberzug erlaubt allerdings keine Anbindung an ein Akkupack.

Ein Raincase von Wicked Chili. Das Smartphone ist rundum geschützt. Ein Aufladen ist in jeder Umgebung möglich – auch in nassem und staubigem Umfeld.

Reserve-Energie für Smartphone & GPS

Bei einer GPS geführten Tour geht dem Smartphone ohne Reservestrom schon nach kurzer Zeit die Energie aus. Fehlt also noch das Akkupack, das das Smartphone sowohl bei Nieselregen, nassen oder schmutzigen Straßen sicher mit Strom versorgt. 99% aller im Handel angebotenen Akkupacks, auch Powerbanks oder Power Packs genannt, sind nicht wasserdicht. Leider sind auch sogenannte wasserdichte Packs spätestens dann nicht mehr wetter,- und wasserfest, wenn ein Ladekabel eingesteckt wird. Der Schutz ist nur dann gegeben, wenn das Akkupack nicht in Betrieb ist. Während des Ladevorgangs sind die Ladebuchsen ungeschützt und Wasser, Staub und Schmutz können ungehindert eindringen.

Ungesicherte USB-Schnittstellen sollten dem Wetter unter keinen Umständen ausgesetzt werden. Achte aus diesem Grund darauf, dass das Akkupack und am besten auch seine Anschlüsse wasserdicht sind. Ansonsten bist du gezwungen, die am Rad mitgeführte Elektronik schon bei leichtem Regen, feuchten Straßen oder Spritzwasser zu entfernen oder in mitgeführten Taschen und Rucksäcken zu schützen.

Flexibel und bestens aufgestellt bist du mit unserem wasserdichten notstrøm Akkupack, das im Regen unbeirrt weiterlädt, keine Schutztaschen benötigt, und auch bei Rüttelpisten keine Aussetzer hat.

Das Wetter hält oft nicht, dieses Akkupack schon. Ob Matsch oder Regen, der wasser- und staubdichte notstrøm Akku liefert Strom auch wenn das Wetter Kapriolen schlägt. Der nach MIL-STD-810 und nach IP67 Standard zertifizierte Akku kann dich durch jede Regenfront begleiten und die Ladeverbindung auch auf Rüttelpisten aufrecht erhalten.

Die richtigen Reifen – auch für Fahrräder gibt es Winterräder

Reifen sind die Schnittstelle zwischen Fahrer und Straße und damit ein extrem wichtiger Faktor für die Sicherheit beim Fahren. Breite Reifen mit gutem Profil bieten viel Haftung auf unbefestigtem Untergrund; auf Waldwegen oder Sand- Matsch,- und Schottenpisten sind sie die erste Wahl. Fährst du sie mit weniger Luftdruck, kannst du den Halt zusätzlich erhöhen. Das gilt auch bei starkem Regen und nassen Straßen: Reifendruck sicherheitshalber absenken. Stark aufgepumpte Reifen rollen zwar besser, rutschen in Kurven aber leichter weg. Bei Schnee und Eis hilft aber das stärkste Profil nichts: In diesem Fall müssen Winterreifen aufgezogen werden, am besten welche mit Spikes. Ein sehr gutes und übersichtliches Angebot an Winterreifen findest du bei Continental.

Continental zum Beispiel bietet seine Spikereifen wahlweise mit 120 bzw. 240 Spikes an. Wer bei wechselnden Wetterverhältnissen unterwegs ist, dem empfehlen wir Reifen, die nur an der Seite Spikes eingearbeitet haben. Man kann sie mit hohem Luftdruck fahren, z. B. auf Asphalt, dann berühren die Spikes kaum die Straße, Laufgeräusche und Rollwiderstand sind minimal. Geht es dann auf verschneiten oder vereisten Wegen weiter, lässt man einfach etwas Luft ab, dann können die Spikes aufsetzen und optimalen Halt bieten.

Winterreifen von Continental gibt es mit 120 Spikes. Die Spikes, die auf den seitlichen Stollen angebracht sind kommen dann erst bei ­Kurvenfahrten oder geringem Luftdruck mit dem Untergrund in Kontakt.

So, jetzt kann’s losgehen – mit dem richtigen Rad und der richtigen Ausrüstung kann jeder bei Regen und Schnee Spaß haben! Wir wünschen allen eine gute Fahrt.

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Ich stimme zu, dass ZNEX diese Daten bis auf Widerrruf speichern darf.