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Lithium-Ionen Akku – 3 schnelle Tipps, wie er lange fit bleibt

Friday, January 15, 2016 / By: Chef / 0 Comments
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Lebensdauer verlängern – der richtige Umgang mit Lithium-Ionen Akkus

Wie man mit einem Lithium-Ionen Akku am besten umgehen sollte, wissen leider nur wenige. Dabei hat der richtige Umgang mit einem Lithium-Ionen Akku einen ganz entscheidenden Einfluß auf seine Lebensdauer. Zwar verliert jeder Akku im Laufe der Zeit an Kapazität und gewisse Nebenreaktionen, die zum Alterungsprozess gehören sind unvermeidlich, z.B. die Zelloxidation. Allerdings kann durch richtige Behandlung ein schneller Verschleiß verhindert werden. In diesem Ratgeber informieren wir darüber, wie du deinen Akku optimal pflegst und über mehrere Jahre daran Freude haben kannst.

Die hier vorgestellten Tipps gelten übrigens nicht nur für die von uns angebotenen mobilen Zusatzakkus, sondern grundsätzlich für alle Lithium-Ionen Akkus, die du unter anderem auch in Handys, Smartphones, Tablets oder Digitalkameras vorfindest.

Tipp 1

Vermeide möglichst vollständige Aufladungen und Entladungen

Lithium-Ionen Akkus leiden unter sehr hohen und sehr niedrigen Ladeständen. Um den Akku zu schonen, sollte man ihn daher möglichst nicht über 90 Prozent laden oder auf weniger als 10 Prozent entladen.

Bei IOS-Geräten zum Beispiel kannst du dir anzeigen lassen, wenn die Batterieladung nur noch 20% beträgt. Damit die Warnung im Display deines iPhones oder iPads angezeigt wird, gehe einfach auf Einstellungen > Mitteilungen > Battery und wähle als Erinnerungsstil “Hinweise”. Jetzt poppt ab sofort automatisch ein Fenster mit der Akkuwarnung auf. Apple löst damit elegant ein Problem für seinen Kunden, nämlich, dass der Ladestand nicht zu häufig unter ein gesundes Maß sinkt.

Nachfolgendes Diagramm veranschaulicht ziemlich gut, wie sich die Entladetiefe auf die erzielbaren Ladezyklen eines Akkus auswirkt:

Quelle: Battery University

Was ist ein Ladezyklus?

Die Lebenszeit eines Lithium-Ionen Akku wird in Ladezyklen ausgedrückt.

Ein Ladezyklus ist nichts anderes, als einmal 100 Prozent der Batteriekapazität zu verbrauchen und wieder aufzuladen. Ob dies in mehreren kleinen Schritten oder wenigen großen geschieht, ist egal.

Für einen Lithium-Ionen Akku bedeutet es außerdem Stress, wenn er permanent vollständig aufgeladen wird. Dabei werden die Elektroden des Lithium-Ionen-Akkus so stark belastet, dass der Alterungsprozess beschleunigt wird.

Mehr zum Hintergrund: Lithium-Ionen Akkuzellen werden gewöhnlich auf eine Spannung von 4,2V aufgeladen. Bei 4,2V wird die volle Kapazität der Zellen ausgeschöpft, die Menge der entnehmbaren Energie ist am größten. Was auf den ersten Blick vorteilhaft erscheint, entpuppt sich aber bei näherer Betrachtung als Nachteil: werden die Zellen nämlich immer auf 4,2V, d.h. vollständig aufgeladen, erreichen sie deutlich weniger Ladezyklen. In Tests wurden Akkuzellen auf unterschiedliche Spannungen aufgeladen. Hier zeigte sich, dass unter 4,2V zwar weniger Kapazität von den Zellen aufgenommen wird, dafür konnte man aber deutlich mehr Ladezyklen aus ihnen herausholen.

Testergebnisse der Battery University zeigen genau, wie sich die Anzahl an Ladezyklen steigern lässt, wenn du es konsequent vermeidest, den Akku vollzuladen.

Quelle: Battery University

Hier kannst du mit einem Blick erkennen, dass sich die Zyklenanzahl deines Lithium-Ionen Akku verdoppeln lässt, wenn du ihn, statt vollzuladen, bei ca. 85% Ladung vom Netz nimmst.

Fazit

Wir empfehlen dir, deinen Lithium-Ionen Akku nicht zwischen 0 und 100%, sondern stattdessen möglichst oft zwischen 20 % und 80 % zu zykeln.
In diesem Bereich werden die Elektroden entlastet und dein Akku kann innerhalb seiner Lebensspanne deutlich mehr Ladezyklen bereitstellen.

Tipp 2

Vermeide hohe Umgebungstemperaturen

Hitze ist der größte Feind von Li-Ion-Akkus! Wenn der Akku zu heiß wird, geht er schneller kaputt – egal ob er in zu hohen Umgebungstemperaturen geladen, benutzt oder einfach nur gelagert wird.
Bei sehr hohen Temperaturen verringert sich die Lebenserwartung des Akkus also deutlich, weshalb ein Akku am idealsten bei Raumtemperatur verwendet werden sollte. Sorge deshalb dafür, dass dein Handy, deine Kamera oder deine Powerbank vor extremen Temperaturen geschützt bleibt. Moderne Li-Ion-Akkus fühlen sich bei Temperaturen von 10°C bis 25°C am wohlsten.

Fazit

Lass deinen Lithium-Ionen Akku möglichst bei Raumtemperatur arbeiten.

Setze ihn nicht der prallen Sonne aus.

Lass den Akku an heißen Tagen nicht auf dem Armaturenbrett des Autos liegen oder lege ihn nicht direkt neben das Solarpanel in die Sonne.

Sorge bei Outdooranwendungen im Sommer für ausreichende Kühlung. Z.B. Wärmeableitung durch Fahrwind auf dem Fahrrad oder indem du deine elektronischen Geräte in den Schatten legst -beispielsweise am Strand.

Tipp 3

Gib deinem Lithium-Ionen Akku immer etwas zu tun

Akkus wollen nicht nur gepflegt, sondern auch beschäftigt werden. Je öfter du deinen Akku daher einsetzt, das heißt auflädst und wieder entlädst, desto besser. Lithium-Ionen wollen “bewegt” werden, nicht still stehen. Das Worst-Case Szenario für einen Akku ist es, wenn er in eine Schublade gelegt und dort vergessen wird.

Jetzt mag es aber durchaus mal Perioden geben, in denen du für deinen Akku keine Verwendung hast. In diesem Fall gehe wie folgt vor:

Lade deinen Akku etwa zur Hälfte auf. Überprüfe danach alle 4 bis 8 Wochen den Ladestand. Lithium-Ionen-Akkus verlieren, je nach Umgebungstemperatur und Alter – zwischen 1 und 10 Prozent ihrer Ladung pro Monat. Wir empfehlen in diesem Zusammenhang, alle 6-8 Wochen einen Ladezyklus durchzuführen. Lagere den Akku anschließend bei 40- 50% Ladung wieder ein. Auf diese Weise sorgst du dafür, dass die Lithium-Ionen etwas Bewegung bekommen und dein Akku immer ausreichend Ladung enthält.

Was du außerdem unbedingt beim Lagern eines Akkus beachten solltest:

Lagere deinen Akku nie bei 100% Ladung! Akkus, die vollgeladen herumliegen, verschleissen sehr viel schneller.

Lagere den Akku in einer möglichst kühlen Umgebung.

Nachfolgende Grafik verdeutlicht dir, inwieweit Ladezustand und Temperatur Einfluss auf den irreversiblen Kapazitätsverlust eines Akkus haben:

Quelle: Battery University

Diese Kapazitätsverluste sind irreversibel, das heisst unumkehrbar, endgültig und nicht wieder gutzumachen.

Fazit

Akkus mögen es überhaupt nicht, wenn sie nichts zu tun haben. Ganz im Gegenteil: Akkus müssen arbeiten, um lange gesund zu bleiben. Gib deinem Akku daher immer etwas zu tun. Solltest du ihn dennoch eine Weile nicht benötigen, dann lagere ihn bei ungefähr 50 % seiner Ladung (also halbvoll) ein und lade ihn in regelmäßigen Intervallen wieder etwas nach.

Ein guter Ort, um einen Lithium-Ionen Akku zu lagern ist der Kühlschrank. Nicht nur Gemüse und Milchprodukte bleiben dort länger frisch, auch ein Akku kann seine Zwangspause dort sehr viel besser überdauern. Verstaue den Akku in einem Gefrierbeutel und verschließe ihn gut, so dass kein Kondenswasser eindringen kann. Lege ihn am besten ins Seitenfach des Kühlschranks, so hast du ihn immer im Blick, um seinen Ladestand von Zeit zu Zeit zu überprüfen.

Du siehst, es ist also garnicht so schwierig, einen Akku richtig zu handhaben, du musst ihn nur »artgerecht« behandeln.

Zum Schluss noch mal die drei wichtigsten Kriterien zusammengefasst, die du beachten solltest, damit dein Akku lange fit bleibt:

20/80 – Formel: Akku zwischen 20% und 80% zykeln

Hohe Temperaturen vermeiden

Akku beschäftigen, also möglichst regelmäßig nutzen!

Diese Tipps beinhalten den Idealzustand. Sie sind keine strengen Vorgaben, sondern sind als Orientierung gedacht. Qualitativ hochwertige Akkuzellen sind durchaus in der Lage, mit Hitze oder Kälte umzugehen. Sie nehmen längere Lagerperioden klaglos hin und arbeiten auch zuverlässig, wenn sie komplett geladen und entladen werden. Sie altern unter diesen Bedingungen nur einfach viel viel schneller. Mach dir bewusst, dass du die Lebenserwartung deines Akku durchaus verdoppeln oder verdreifachen kannst, wenn du ein wenig Pflege und Aufmerksamkeit investierst.

Auch wenn dein Akku brav seine Arbeit verrichtet und du ihn daher selten direkt wahrnimmst:
Er ist eine wichtige Komponente – gib auf ihn acht.

 

Hast du noch Fragen zu deinem Akku?
Dann frag uns!

Sende deine Frage an:

support@znex.de

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